Einführung

Evolution.

In seinem Buch "Der blinde Uhrmacher" empfiehlt Richard Dawkins, sich einen endlosen Raum vorzustellen, um sich die Funktionsweise der Evolution zu veranschaulichen. Er benutzt dazu ein Programm, das Formen (stehen für Lebensformen) auf die eine oder andere Weise variiert neben den anderen abbilden kann. So entstehen um jede Figur, die der Computer zeichnet, mehrere Abwandlungen der ursprünglichen Form, die nach jeweils zwei oder mehr unterschiedlichen Gesichtspunkten voneinander abweichen. In der Realität kommen nun durch Mutation einer bestehenden Lebensform diese leicht Veränderten in die Welt.

Als ich diese Stelle las, musste ich das Buch kurz beiseite legen.

Dieser Ansatz kam mir fast religiös vor. Es ist eine abstrakte aber treffende Vorstellung dessen, was passiert. Man denkt also an die vielen Variationen, die die Erde schon bevölkert haben. Wie sie in diese Welt kamen und hofften einen Platz vorzufinden, der sie wärmt, nährt, lehrt. Wo sie springen, schwimmen, laufen, fliegen, atmen können. Ja, wie jeder Säugling, jedes neue Leben sich darauf freut, wenn es aus diesem unendlichen Raum der namenlosen Möglichkeiten in die Wirklichkeit kommt, seine Relevanz zu erproben.
Man denkt bei sich, wie viele scheitern, weil sie zu viel Energie für vermeintlich Unnötiges verschwenden, oder einfach Pech haben und wie die Wirklichkeit viele solcher Variationen trotzdem duldet.
Einfach aus Spaß.
Einfach dank der Fülle der Natur. Zumindest sollte das so sein.

Ich fand viele Gemeinsamkeiten mit religiösen Gedanken und ein tiefes Gefühl der Ehrfurcht, für die "Schöpfung" in diesem Modell.

Und ich empfand sie als eine schlagende Widerlegung einiger Vorwürfe dem Atheismus gegenüber. Dass seine Welt entgeistert sei, bedeutungslos, wertlos. Dass er Nihilismus fördere und melancholisch mache. Und sogar: Dass der Mensch den Glauben aufgrund seiner evolutionären Entwicklung zum Glücklichsein braucht.

Letzteres widerlegt Dawkins ja nicht, sondern beantwortet mit einem breiten Lächeln, wie er das Problem löst.

Sogar Faschismus soll mit dem Atheismus einher gehen. Hier nun stelle ich Dawkins, der in meinen Augen so souverän einen ganz anderen Ansatz gezeigt hat, dem so oft unterstellten, eher destruktiven Element der Evolutionstheorie, dem Prinzip des Überlebens des Stärkeren, gegenüber.

Dass er, der nach Möglichkeiten und Intellekt Überlegene, sobald er erkennt, dass die Evolution ihn umgibt, zu dem Schluss kommen muss, dass die Erde so vielen unterschiedlichen Variationen wie möglich einen artgerechten Lebensraum bieten sollte. Nur dann kann er auch selbst artgerecht und in Frieden leben. Lebensformen scheinen diesen Ansatz als Gefühl in sich zu tragen, wenn es nicht durch abstrakte Ideologien überlagert ist.

Das ist doch mal ein Gebot. Ich weiß nicht, was es bringt, aber ich möchte hier weitere Beispiele für ein religiöses atheistisches Weltbild sammeln und es somit umreißen und auch Grenzen zu New Age und anderen Sichtweisen ziehen, die viele Menschen, die das Bedürfnis haben, dazu verlocken die Welt durch allerlei religiöse Ideen mit Werten anzureichern. Mein Eindruck ist, dass die Wahrheit genug bereit hält, woran man glauben kann und was das Leben bereichert.
Ich wünsche viel Spaß.

Mittwoch, 27. März 2013

Futurologie






(Stanislaw Lems künstlerisches Werk ist natürlich über jeden Zweifel erhaben)

Mittwoch, 14. November 2012

Artgerechte Haltung für Humanoiden



In meinem Kopf geistert der Satz im Titel schon seit einiger Zeit umher. Um genau zu sein oftmals dann, wenn ich von Fortschritt und Wohlstand oder Kriegen und Armut höre.

Ich persönlich sehe als Hauptgrund für das Bestehen des Fortschrittsmantras die vermeintliche Verbesserung des Lebensstandards für einige Lebensformen auf diesem Planeten, die leider auch wichtige Entscheidungsträger sind wenn es darum geht, wo hin sich unsere Gesellschaft entwickeln soll.
(Es sei denn, man befreit sich, indem man sich einer Wirtschaftsdiktatur als ausgeliefert betrachtet und der Menung ist, Wahlen und dergleichen würden nichts bewirken. Das Problem bei diesem Argument ist, dass es sich nicht jeder einfach so erlauben sollte. Wenn man sich dadurch auch jeglicher Verantwortung entziehen kann. Unser Konsumverhalten, das uns sehr wohl Macht über den Verlauf der Gesellschaft gibt, kann als einziges Auskunft über unsere Haltung gegenüber dem Fortschritt geben.)

Zwei Extreme:
Erstens hat der Fortschritt unserer Gesellschaft nicht nur Positives gebracht, wie den Zwang der Uhr und viele andere Zwänge, die wir aber kaum noch aktiv wahrnehmen und daher auch nicht dem Fortschritt zuschreiben und dass wir durch all die Annehmlichkeiten kaum noch Zeit für unsere eigene Entwicklung und unsere Familien haben.
(Aber wir nehmen das gern in Kauf, weil durch die vielen Verpflichtungen auch die Langeweile und der Zwang eines Lebens in der Natur - sich mit sich selbst und der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen - dramatisch zurückgegangen sind.)

Zweitens scheint sich eine neue diffuse Angst in der Gesellschaft etabliert zu haben, die meiner Meinung nach trotz ihrer Unterschwelligkeit eine große Rolle spielt. (Sie wird selten bis gar nicht thematisiert und wenn dann nur als Bild, vor dem man Angst haben sollte)
Wir leben in einer Diktatur der alten Männchen, an deren Weitsicht wir glauben und die dafür Sorge zu tragen haben, dass es uns weiterhin gut geht. Da wird immer wieder von Katastrophen geredet, welche die Existenz des Menschen bedrohen, so als ob sie sich abwenden ließen, wenn wir uns nur immer einem System verschreiben, das den Fortschritt transportieren kann. Oft geht es auch um das Ende des Planeten Erde schlechthin, das dadurch abgewendet werden kann z.B. in dem Film: Deep Impact

Des weiteren über Meteoriten:
http://www.naturkatastrophen.mobi/naturkatastrophen/asteroide.html:

>>Bei einem Objektdurchmesser von mehr als 500 Metern haben diese Naturkatastrophen globale Auswirkungen. So ein Objekt trifft die Erde mit einer Geschwindigkeit von 20 km/s (72.000 km/h). Je nach Eintrittswinkel durchquert es unsere Atmosphäre in wenigen Sekunden und schlägt auf der Erdoberfläche mit ungeheurer Gewalt ein. Druck- und Hitzewellen sind lokal zwar relativ begrenzt, wirken sich in einem Umkreis von mehreren Tausend Kilometern aber fatal aus. Der ganze Planet wird von schweren Erdbeben erschüttert. Weltweit schlagen Meteoriten aus geschmolzenem Gestein ein, das durch den Aufprall bis in den Weltraum geschleudert wird und auf die Erde niederprasselt. Bei einem Treffer im Ozean werden gigantische Tsunamis ausgelöst. Das verdampfte Wasser gelangt als Treibhausgas in die Atmosphäre und verteilt sich global, zugleich reflektiert eine geschlossene Wolkendecke das Sonnenlicht in den Weltraum zurück. Aufgewirbelter Gesteinsstaub verteilt sich ebenfalls global und verdunkelt das Sonnenlicht. Monate, vielleicht sogar Jahre herrscht ewige Nacht auf unserem Planeten. Die Folge wäre ein globaler Winter und möglicherweise wird eine neue Eiszeit ausgelöst. Die Vegetation stirbt ab und daraus resultieren Hungersnöte.
So ein Asteroideneinschlag würde zweifellos das Ende der heutigen Zivilisation bedeuten. Überlebenschancen hat nur der, der sich tief unterhalb der Erdoberfläche in Bunker und Höhlen retten kann und über ausreichend Lebensmittel, Wasser und Luftreserven verfügt.

Was sich wie ein unwahrscheinliches Szenario aus einem Science Fiction Film liest, ist eigentlich ein Ereignis, dass irgendwann mit Sicherheit eintreten wird. Die Frage ist nur wann und ob es bis dahin noch Menschen geben wird.
In der Vergangenheit ist so ein Impact schon öfters vorgekommen. Allerdings erodieren die Einschlagkrater relativ schnell und nur die Größten hinterlassen Spuren, die auch noch nach Jahrmillionen auszuspüren sind. 

Das Pockennarbige Gesicht des Mondes ist ein gutes Beispiel für das Antlitz der Erde, wenn es auch hier keine Atmosphäre und Erosion geben würde. In der Erdgeschichte gab es bereits mehrere Asteroidentreffer die ein Massensterben ausgelöst haben.
 <<


Das Ziel scheint also letztlich das Verlassen unseres Planeten zu sein, bevor er unbewohnbar wird, um den Fortbestand unserer Spezies zu sichern.

Die Frage nach den Auswirkungen dieses diffusen millenarischen Glaubens/Wissens auf uns, den sehr viele Menschen verinnerlicht haben, stellt man sich jedoch selten, was einen kaum wundern soll, denn die Begründungen für ein Verhalten, dass daraus Resultiert, einmal an die Oberfläche des Bewusstseins geholt, ist sehr leicht zu zerpflücken, da unsere bisherigen Bemühungen uns kaum vor derartigen möglichen Ereignissen schützen dürften.

Stellen Sie sich einfach vor, was Sie entgegnen würden, wenn jemand, nachdem sie alle anderen von ihm vorgebrachten Gründe auseinander genommen haben, ganz offen all die Unannehmlichkeiten, die der Fortschritt mit sich bringt, mit dem Argument der Planetenflucht rechtfertigt.

Würden Sie ihm zustimmen, dass es sich vielleicht irgendwann auszahlen könnte? Würden Sie auch den Preis erläutern, den unwahrscheinlich viele Menschen [die zugegebener Maßen ohne den Fortschritt zum Großteil nicht existieren könnten (ein zweischneidiges Schwert, wie sich noch erweisen wird)] und Tiere dafür zahlen müssen? Würden Sie auch behaupten, dass unter dem Deckmantel solcher Angstgefühle ein riesiger Haufen eigennütziger Motive steckt? (Auf die Klimadiskussion werde ich hier nicht eingehen, da sich die Frage ja angeblich hauptsächlich wegen unseres Fortschritts zu stellen scheint. "Natürliche" Klimawandel vollziehen sich derart langsam, dass sich das Leben wunderbar an die neuen Bedingungen anpassen, oder sich in passende Breiten zurückziehen kann. Von der letzten Eiszeit beispielsweise wissen wir, dass sich zwar viel verändert, der Mensch als Spezies diesen Veränderungen jedoch gewachsen ist.)

Wenn Sie die Motive anzweifeln möchten, überlegen Sie sich, wessen Kind seit jeher die Forschung war.
Das Kind der Reichen und Mächtigen. (Ohne Mäzen keine Forschung)
Viele "positive" (das muss von Fall zu Fall natürlich auf auf Herz und Nieren überprüft werden) zivile Errungenschaften und Erkenntnisse sind als Beiwerk einer Forschung zu betrachten, die stets versucht hat  die Bedürfnisse ihrer Geldgeber zu befriedigen. (Staaten brauchen Schutz, Entscheidungsträger ein längeres sicheres Leben und ihre Kinder immer neue Unterhaltungselektronik...) Das sollte natürlich eigentlich jedem klar sein. Ebenso sollte klar sein, dass sich durch die Demokratie der kausale Zusammenhang von Reichtum, Macht und Forschung etwas abgeschwächt hat und tendenziell etwas besser überlegt wird, (vor allem durch den gesteigerten Einfluss vieler verschiedener gesellschaftlicher und privater Geldgeber) welche Forschung unterstützt und finanziert wird.

Wieder mal ein Extrem: Man muss sich das Hauptproblem unserer Gesellschaft vorstellen:

Wir können nur das in Anspruch nehmen, was schon erfunden ist.

In der Frage nach einer Artgerechten Haltung für Humanoiden steckt also ganz klar die Frage nach den Zielen unserer Zivilisation. Eine Frage, die den meisten Menschen zu allgemein ist, als das sie sie sich, jeder für sich stellen würden, was aber unumgänglich wäre, würde die Zivilisation sich das Ziel setzen ihre Bedürfnisse mit der gegebenen Situation auf der Erde in Einklang zu bringen. Möchte man das Leben auf der Erde, die Natur, die Evolution als Perpetuum Mobile begreifen, so stellt in einem meiner persönlichen Gedankenmodelle, die Größe unseres Gehirns die Reibung dar, die das System zum erliegen bringt. Unsere gestalterischen Fähigkeiten, die abstrakten Ideen und eigennütziger Planung folgen, geben uns die Möglichkeit den Gesetzen der Natur zu entfliehen. Und dieser Fakt ist uns oft nicht als Problem bewusst. Statt dessen stellt er unsere Moralischen und Ethischen Grundsätze. Unterlassene Hilfeleistung, ist hier das Schlagwort, welches sich paradoxerweise als ziespältig erweist. Wir haben die moralische Pflicht Lebewesen vor dem Sterben zu bewahren, wenn wir die Möglichkeit dazu haben. Und unsere Möglichkeiten übersteigen bei weitem, wen oder was wir wirklich Retten können. (Oh, wie mannigfaltig und wahr sind die Schuldzuweisungen!) Vor allem wird der ethische Grundsatz der Hilfeleistung öfter und ausdrücklicher angewendet, je ähnlicher uns Lebensformen sind und wir mehr Empathie empfinden können. Daher wächst die Weltbevölkerung von Menschen und alle anderen Lebewesen nehmen in ihrer Zahl mehr und mehr ab. Deshalb werden mehr und mehr Stimmen laut, die mehr Empathie für andere Lebensformen fordern.
In den 80ger Jahren war das Hauptaugenmerk unseres Spendenverhaltens auf die Rettung hungernder Menschen gerichtet. Viel davon hat sich auf die Rettung bedrohter Arten und ihrer Ökosysteme verlagert, was zweifelsohne ein moralisches Dilemma dar- und bedauernswerter Weise oft für viele Menschen in unserer Gesellschaft, in einem Anfall von Resignation, den Grundstock für ein neues nationales Denken bereitstellt. Die traurige Wahrheit der wir hier ins Gesicht zu sehen scheinen ist, dass wir nicht alles menschliches Leben Retten können, ohne der Natur erheblichen Schaden zu zufügen. Die äußerst wichtigen und immer drängenderen Fragen, die hier entstehen, stellen natürlich eines der Tabuthemen dar, von denen ich an anderer Stelle sprach. Was passieren kann, tastet jemand dieses Thema an, konnte man gut am Schicksal Peter Singers beobachten, der meiner Meinung nach moralisch korrekt argumentierte, jedoch missverstanden wurde.
Ich habe nie behauptet, dass ein atheistisches Weltbild nur Positives bereithält. Doch seien sie versichert, dass, wer sich mit der Angst auseinandersetzt, eine Belohnung erhält, die sich ein Mensch der aus Bequemlichkeit vermeintlich beruhigende Inhalte einfach so glaubt, nicht einmal vorstellen kann.
(Ähnliche Ergebnisse erzielt man wahrscheinlich nur durch konstante Meditation.)

Wenn es Ihnen Freude macht, schildern Sie ihre persönliche Position als Kommentar, oder nutzen Sie den Satz: "Artgerechte Haltung für Humanoiden" für Ihre nächste Diskussion mit Freunden und lernen Sie sie mal so richtig kennen.

Tun wir es einfach diesen beiden hier gleich: :)


Eine Szene, in der ein klassisches Urlauberpaar (er mit Fotokamera um den Hals) im hoteleigenen Themenrestaurant („Hawaiianischer Kerker“) zu Abend isst. Jedoch werden auf der Karte keine Speisen, sondern Konversationsthemen angeboten, darunter auch „Philosophen und der Sinn des Lebens“. Jedoch ist das Gespräch nicht nach der beiden Geschmack und so geben sie es dem Kellner zurück.

Dienstag, 13. November 2012

Animismus - Der Mensch und sein Bauchgefühl


Aus diesem sehr schön ausgeführten Vortrag:

...kann man zwei Dinge ableiten. 1. Der Animismus ist nach dem modernen Religionsbegriff keine Religion.  Animismus kennt so viele Ausprägungen wie Gebiete, in denen er beheimatet ist. 2. Er ist ständig im Wandel  und hat durch sein Fehlen von Dogmen sehr viel mit dem Atheismus gemeinsam. Da er sich überall an der gegebenen Situation in der Natur orientiert und mit ihr korrespondiert, tut er dies ebenso wie der Atheismus, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden und dadurch eine virtuelle Veränderung unserer Umgebung stattfindet. 
Eigentlich unterscheidet er sich von Atheismus nur dadurch, dass dem Atheisten viel mehr über seine Umgebung bekannt ist. Bestehender Animismus in natürlicher Ausprägung ist nicht zu beobachten. Ähnlich wie in der Quantenphysik verändert der Akt des Beobachtens den zu beobachtenden Zustand des Objektes. Da das Auftauchen von Fremden in entlegenen Gemeinschaften sofort deren Weltbild verändert und dies aufgrund des fehlenden Dogmatismus umgehend zu einer Veränderung des Glaubens führt, da die Führer versuchen Antworten für das Auftauchen der Fremden zu finden, können oft nur noch retrospektiv Geschichten vom Urzustand dieser Gesellschaften erzählt werden. In obigem Vortrag wird allerdings das Hauptaugenmerk auf solche Inhalte gerichtet, die mit einem wissenschaftlich - ökologischen Weltbild korrespondieren, was man vom Großteil der bekannten animistischen Glaubensinhalte nicht behaupten kann.  
Was einen aufgeklärten Menschen an der animistischen Sichtweise so fasziniert, möchte ich näher erläutern. 
[An dieser Stelle möchte ich jedoch erst einmal einhaken und feststellen, dass ich den reinen Atheisten ebenso wie den "aufgeklärten Menschen" für Fabelwesen halte. Es handelt sich für mich um Extreme, an denen man den Ist-Zustand eines Menschen nach Grad der Ausprägung dieser Überzeugung messen kann.
(Ist ein Atheist noch Atheist, wenn er an eine eigene Interpretation (geht es ohne?) von C.G. Jungs Arbeit ("Der Mensch und seine Symbole") über die Archetypen und die Beschaffenheit der Psyche anhand der Träume glaubt und sich daraus etwas über sein eigenes Wesen zusammen fantasiert?) Ähnlich der Chimäre, die ursprünglich eine Bezeichnung für Mischwesen darstellte, beispielsweise Sphinxen, die Medizin damit jedoch lediglich das Vorhandensein von genetisch unterschiedlichen Zellen in einem Organismus meint.] An obigem Vortrag können wir feststellen, dass die Annahme, Bereiche  unserer Natur, die uns nur durch Mystik und Religion zugänglich sind, würden bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen, selbst wenn ihr Wesen ungreifbar bleibt oder die Annahmen sich aus unserer wissenschaftlich fundierten Sicht als Falsch erweisen, für eine Gesellschaft sinnvoll und hilfreich sein können.

Der Animismus ist offen. Jeder, der sich sein eigenes Bild von der Seele und dem Leben nach dem Tod selbst ausdenkt, ist daher ein Animist.

Ein Beispiel: 
Viele Menschen wenden sich vom vorherrschenden Glauben ihrer Gesellschaft ab, aus welchen Gründen auch immer. Vielen dieser Menschen fällt es schwer die Lücke zu füllen, die dadurch entsteht und versuchen sie anderweitig zu füllen, wie ich an anderer Stelle schon erörtert habe. Die meisten orientieren sich an althergebrachten fremden, hierzulande oft fernöstlichen Religionen, die zum Beispiel, von der New Age - Bewegung und vielen anderen esoterischen Bewegungen neu verpackt, für die Industriegesellschaften zugänglich gemacht werden.
Stellen wir uns nun einen Atheisten vor, dem es nicht gelingt derartig verklärte Inhalte zu glauben, oder dem es einfach zu mühsam ist, sich eine fremde Religion zu erschließen.

Wie ich hier schon ausgeführt habe, setzt das Leben Menschen oft unter einen Druck, in dem von ganz allein Glaubensinhalte entstehen. Der Druck muss nur groß genug sein. Wenn nun ein Mensch das alles ablehnt, per se also Atheist ist, dann entsteht in unserem folgenden Beispiel eine sehr reduzierte Form von Animismus. Bilder und Vorstellungen schleichen sich ein.
Man stelle sich vor, der Mensch hat eine Seele. (Die Seele ist noch vor der Frage nach dem "Leben nach dem Tod," der häufigste Grund für Menschen kein Atheist zu sein, weil sie glauben sie zu fühlen.)

Das Beispiel für einen extrem reduzierten, animistischen Glaubensansatz, der beide Probleme abdeckt:

>>Die Seele ist wie ein Pflanze. 
Gute und schlechte Erfahrungen sowie eigene Handlungen beeinflussen sie direkt. 
Genuss, Liebe und Anerkennung sind ihr Wasser, Dünger und Licht. Sie muss nicht sterben, wenn meine Hülle stirbt.
Sie stirbt, wenn ihr Leben aufgebraucht ist. Wer eine gute Seele weitergibt, der hat selbst nichts davon. Er tut es aus Dankbarkeit, dass er bei seiner Geburt eine gute Seele erhalten hat.<<

Stark reduzierte Glaubensansätze lassen natürlich immer Fragen offen, wie z.B: Wo soll diese Pflanze denn sein, wenn sie nicht stirbt, sobald man selbst stirbt? Was dabei herauskommt, wenn Derartiges einer Glaubensevolution innerhalb einer Gesellschaft unterworfen ist und Vertreter versuchen, so etwas zu beantworten, kann man bei allen Naturvölkern beobachten und im Wikipedia  Eintrag: "Animismus" nachlesen. 

Ich persönlich halte das für nicht notwendig, doch die Ethnologie lehrt uns, dass auch animistische Systeme in ihren Gesellschaften immer bis hin zu einem Schöpfungsmythos ausgeweitet werden. 
Da mein Beispiel in dieser Form nicht nur beide Probleme löst, Motivation schafft und auch grundlegende Unterschiede zwischen den Menschen erklärt, die die Psychologie nur beschreibt, aber nicht erklären kann, soll uns als Bild eines einzelnen Menschen, der wissenschaftliche Inhalte verinnerlicht hat und doch die offenen Fragen so beantworten möchte, dass das wissenschaftliche Weltbild nicht darunter leidet, als Beispiel ausreichen. Die Astrologie versucht übrigens (in unserer Gesellschaft seit jeher in fröhlicher Koexistenz mit der Wissenschaft), die Unterschiede zwischen den Menschen mittels Sternzeichen zu beantworten, was meiner Meinung nach nicht unbedingt einer Berechtigung entbehrt, da es jedenfalls in den nördlichen Breiten ganz sicher die Weltsicht eines Menschen beeinflusst, in welche Jahreszeit er hineingeboren wird.


Für die Leute, die folgende Karte erstellt haben, ist das letzte Aufflackern des Animismus in westlichen Kulturen wohl die Alchemie. Wenn man sie als gesellschaftliche Bewegung betrachtet, trifft das sogar zu. Auch heute noch sind jegliche naturphilosophische Inhalte von religiösen Konstrukten, die nicht mit dem natürlichen Empfinden einher gehen, überlagert. (Die Anthroposophie versucht hier eine Ausnahme zu Bilden)(Zum Kosten/Nutzen-Verhältnis eines zwangsweise herbeigeführten ethischen und moralischen Konsens ist zu sagen, dass moderne Gesellschaften ohne diesen Konsens durch Religonen nicht zustande gekommen wären.) Dies sehe ich auch als Grund dafür, dass sämtliche berühmte Philosophen unserer näheren Vergangenheit zwar in der Gesellschaft ankommen, jedoch immer wieder daran scheitern, von ihr richtig interpretiert zu werden, zum Beispiel Nietzsche, Singer, etc. Oftmals liegt es gar nicht an einem religiösen Wert, der es verhindert, dass der Hinweis auf die Notwendigkeit einer Überarbeitung von Werten nicht gehört wird.

(Geht man davon ausm, dass der Weg der Bibel, weltanschauliches Material in Form von Geschichten zu verbreiten, der richtige Weg ist, um die breite Gesellschaft wirklich zu erreichen und zu beeinflussen, so muss man zu dem Schluss kommen, dass Kinderbücher mehr erreichen als wissenschaftliche Dissertationen. Hier besteht für Künstler, welche der Wissenschaft nahe stehen, freilich noch Handlungsbedarf. Das sage ich obwohl ich unsere Schulen als relativ gesicherten Hort empirischen Wissens ansehe. Sind Wissenschaftler schlechte Geschichtenerzähler?)

Oft liegt es einfach an der Tabuisierung gewisser Themen, welche allerdings oft aus religiöser Über-Moral (religiöser Eifer) erwächst, die die Gesellschaft träge macht, auf der sie aus Bequemlichkeit beharrt und den Einfluss philosophischer Arbeit auf sie behindert. Des weiteren ist festzustellen, dass der ethische Konsens, den die Religionen zur Verfügung stellen können, auch Schutz bieten kann. Viele Beispiele können das belegen, doch auch ich möchte mich wieder auf die fatalen Auswirkungen der Fehlinterpretation von Nietzsche auf das 3. Reich berufen, da sie wunderbar zeigen, wie neue, unerprobte, individuelle Sichtweisen sich verheerend auswirken können, wenn sie auf eine Gesellschaft wirken. Warum der christliche Glaube diese Auswirkungen nicht verhindern konnte, möchte ich den Historikern und Theologen überlassen, die zweifelsfrei der Meinung sind, dass hier niedere Ansprüche wie Selbsterhöhung und die Verzweiflung, die der christliche Glaube nicht verhindern konnte, dazu beigetragen haben.
Hier stellt sich nun die Frage, was ein Glaube bringt, wenn er bei Bedarf einfach ausgehebelt wird. 
Ähnliche Vorgänge können wir auch im Animismus sowie im Pantheismus beobachten. Da werden dann eben die Feinde als Fremdkörper angesehen und eher Kriegsgötter angerufen. Der Glaube an sich erfährt  dadurch keine Veränderung. Das Christentum eignet sich nicht mehr, um eine Gesellschaft zu einen. Die Werte sind bereits tief verinnerlicht und werden nicht mehr mit dem Glauben in Verbindung gebracht, die Dogmen haben durch die Wissenschaft so sehr an Bedeutung verloren, dass dafür niemand mehr in den Krieg ziehen würde, was auch lobenswert ist. Jedoch schafft das, wie schon erläutert, Raum für neue Ideologien. Krieg ist durch Glauben eben nicht zu verhindern. Theologie, Ethnologie und Soziologie zählen zwar zu den Geisteswissenschaften, sie stiften ihn aber nicht. Sie können ihn nur beschreiben, für Bewusstsein sorgen und ihn auf seinem Weg begleiten. 

Der Punkt, um den es mir hierbei geht, ist also: Die Karte unten stimmt meiner Meinung nach nicht. 

1. Alle Religionen glauben an eine Seele (Anima), zählen nach der Karte aber nicht zum Animismus, weil nicht alles auf diesen Inhalt ausgerichtet ist.
2. Jedes Kind, das hofft, wenn es sein totes Häschen im Garten vergräbt, dessen Häuschen dazustellt und eine Kerze anzündet, dass sein Häschen noch irgendwo ist und glaubt sein Geist hopple vielleicht auch noch im Garten umher, ist Animist. Für das Kind ist es dann der Garten des Häschens. Und dabei ist es ganz egal, ob die Eltern Atheisten oder...


Katholiken
Protestanten
Orthodoxe
Shiiten / Sunniten
Hinduisten
Buddhisten
Konfuzianisten
Taoisten
Shintoisten
Juden
Animisten

sind.

Fragen sie doch mal einen Juden, was er an dem Ort fühlt, wenn er ans Grab seiner Eltern geht, die in einem Massengrab bei einem alten KZ liegen und erzählen sie ihm dann, sie glauben nicht, dass der Mensch eine Seele hat.
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Nach dieser Lektüre möchte ich Sie zu einem Gegenbeispiel einladen. Es handelt sich um christliche Propaganda und ist ein hervorragendes Beispiel, wie Religionen Unwissen ausnutzen, um "ihre" Menschen, von für sie gefährlichen Inhalten abzugrenzen. (Bedauernswerterweise ist dieser nachfolgende Youtube - Eintrag, in dem es um Animismus geht,  in der Liste der oberste, der einem hierzulande empfohlen wird.) Urteilen sie selbst.



Anm.: Vielleicht vertrete ich hier ein verklärtes Bild vom Animismus, doch das Leben ist nun einmal schön

und was die Herren in dem Video verschweigen ist, dass sie viele der Probleme in animistischen Gesellschaften überhaupt erst schaffen.

Was ist die Sünde wert, wenn es die Strafe dafür erst nach dem Tod  >>vielleicht<< gibt?

Der Mensch: Entfesselt!

Oder wie Christian Vogel fordert: 
FEAR INTO THE HEARTS OF MEN!

(Finden Sie etwa nicht das Angst der einzig rationale Weg ist dem Tod und dem "Bösen" gegenüber zu stehen?
Und diese Angst ein wichtiger Grund ist, schlechtes zu vermeiden. Und zwar für sich UND andere.)

Montag, 22. Oktober 2012

Jener, der sagt...

Jener, der sagt, Du sollst Deine Eindrücke nicht preisgeben, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener, der sagt, die Welt geht auch ohne Dich ihren Gang, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener,der sagt, allein Deine Handlungen seien böse und du könntest Dich befreien, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener, der Dich das Fürchten vor Dir selbst lehrt, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener, der behauptet Deine Seele sei rein, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener, der von Bildern und nicht von Gefühlen spricht, ist der Feind Deiner Freunde.

Jener, der behauptet, Du wüsstest es nicht besser, ist der Feind Deiner Freunde.

Du! Musst entschieden. Du musst es besser wissen. Du musst gar nichts. Du weißt was böse ist. Du tust es trotzdem. Du darfst es tun! Und wenn Du mehr Gutes als Böses tust, dann bist Du willkommen.


Samstag, 20. Oktober 2012

Die kulturelle Vorbelastung des Atheisten

Bis vor ca. 60 Jahren folgten den Kirchen einmal viele Gläubige.
1950 lag der Anteil der Konfessionslosen bei nur 3,6 %.
Heute sind es 37, 2%. Und das, obwohl die Konfession den meisten von uns in die Wiege gelegt wird.

Natürlich freut man sich als Humanist über solche Zahlen, doch verraten sie noch viel mehr und sollen mir helfen, ein weiteres Gedankenmodell darzulegen. Verstehen Sie eigentlich, was es bedeutet, dass wir bis vor gar nicht all zu langer Zeit noch alle versuchten nach den "Gesetzen Gottes" zu leben? Nein? Ich auch nicht. Also:

Die Religion bedeutete durch ihre rudimentären Gesetze vor allem ein unheimliches Verwandlungspotential, die der Mensch durch seine Selbstzähmung mitgemacht hat. Noch kein Tier hat seine eigene Evolution so maßgeblich selbst beeinflusst wie der Mensch. Ich weiß, dass ich den Begriff Evolution hier etwas dehne. Dabei möchte ich darauf hinweisen, dass sich der Mensch, wenn man so will, sogar selbst züchtet, da er schon seit Ewigkeiten seine Partner nach kulturellen Gesichtspunkten aussucht. Eine so unwahrscheinliche Leistung, dass man sie durchaus als die eigentliche Leistung der Religion bezeichnen kann. Denn schließlich hat sie sehr stark mitbestimmt, was unsere kulturellen Gesichtspunkte sind, auch wenn diese sich nicht unbedingt mit den Gesetzen decken, die sich die jeweilige Religion sich für die Menschen wünscht.


Kommen wir nun zum Punkt: Selbst wenn einer behauptet, er könne ganz gut ohne Religion leben, so lebt er doch in einer durch sie geprägten Welt und kann daher wohl kaum abschätzen, was wäre, wenn wir ihr schon lange abgeschworen hätten.
Noch vor 400 Jahren konnte man nicht in den Wald gehen, ohne Angst haben zu müssen. Damals glaubte man noch an Werwölfe, die keine Regeln kannten und fraßen, was ihnen vor die Schnauze kam. Diese Geschichten rührten natürlich von ungezähmten Menschen her, die sich in den Augen der Domestizierten eher wie Tiere verhielten.
Heute haben die Flurbereinigung und die erdrückende Präsenz der Religionsgemeinschaften und Gemeinden, zu denen sich Bauern, Handwerker und andere zivilisierte Menschen vor allem auch zum Schutz zusammenschlossen, alle "natürlich" lebenden Menschen verdrängt.
Wenn sie beispielsweise beim Wandern an einem Haus vorüber kommen und klopfen würden, stellen sie fest, dass sie auf jeden Fall eher Gastfreundschaft als Feindseligkeit erwarten. Was glauben Sie, woher das kommt? Versuchen Sie das mal bei einem Dachsbau. Das funktioniert natürlich auch nur, weil der andere damit rechnen kann, dass Sie ähnliche gesellschaftliche Konventionen verinnerlicht haben wie er. Deshalb spreche ich auch immer von einer kulturellen Evolution. Denn es spielt bei einer evolutionären Veränderung selbstverständlich auch immer das Gegenüber eine Rolle. Veränderungen des Verhaltens betreffen, wie auch Veränderungen der Gestalt, immer auch Abläufe innerhalb einer bestimmten Spezies. So treten Individuen einer Gattung dann in Wechselwirkung. Wie zum Beispiel bei Pfauen: Pfaunenmännchen und Pfauenweibchen sind beide für die bemerkenswerte Ausprägung des Rades des Männchens verantwortlich. Vornehmlich hier sogar die Weibchen. Deshalb gibt dieser Umstand ein besonders gutes Beispiel ab. Die Weibchen fingen an, Männchen zu bevorzugen, die Energie dafür aufwenden konnten, prächtigere Schwanzfedern zu entwickeln. Sozusagen ein Statussymbol für gut in die Natur integrierte Männchen. Und dieser Entwicklung setzte sich durch, obwohl die Männchen wegen der immensen Kraftanstrengung darunter zu leiden haben und natürlich auch leichter sterben.

Ich gehe davon aus, dass dies bei dem Einfluss durch Religionen und ihren Gesetzen des Miteinanders ähnlich ablief. Die Zusammenrottungen von Menschen, die sich eher an diese Regeln hielten und somit einen Konsens fanden, funktionierten besser. Diese Regeln bedeuteten ja nicht nur Pflichten, sondern zunächst auch, bevor sie (bei uns) durch humanistische und juristische Gesetze überlagert wurden, Rechte, Freiräume und mehr Sicherheit. Die Individuen in diesen Gemeinschaften konnten sich auf bestimmte Vorurteile, die sie über bestimmte Werte von für sie Fremde hatten, die allerdings derselben Gemeinschaft angehörten, verlassen. Was für eine Befreiung! Man kann ja überall beobachten, wie der positive Effekt auf Gesellschaften zu immer mehr Konventionen geführt hat. So prägt uns die Religion fast schon, seit wir Menschen auf der Welt sind. Denn auch Vorstellungen über ihre Umgebung, sobald die Menschheit in ihrer Frühzeit anfing sie miteinander zu teilen, hatten religiösen Charakter. Sie beruhten stark auf Vermutungen und Glauben.



Wir sind also nun so sehr durch das Christentum geprägt, dass wir gar nicht anders können, als uns wie christliche Menschen zu verhalten. Das freie Wochenende und die 5 Arbeitstage sind nur die Spitze des Eisbergs. Die offensichtlichsten und geringsten der christlichen Werte, die wir teilen. Allein die Erfindung der Uhr hat auf diesen Bereich unseres Lebens einen grösseren Einfluss gehabt.

Doch müssen wir der Religion auch wenn es dem Intellekt wiederstrebt dankbar sein? Ich denke nicht. Wenn man sich betrachtet, was unser Weltbild der restlichen Tierwelt antut, der so genannten 3. Welt angetan hat und dem nahen Osten noch antun wird.
Dabei müsste die Kirche dem nahen Osten am dankbarsten sein. Egal, sie ist ja mittlerweile natürlich nicht allein für unser Weltbild verantwortlich. Ich denke Gruppen, die sich unterscheiden waren niemals sehr nett zu einander. Und je größer die Gruppen sind, desto brutaler ist ihre Geschichte. Also ist es ganz egal, wie und wodurch sie sich unterscheiden. Es kann sich genauso um politische Systeme oder marktwirtschaftliche Modelle handeln. Doch diese sind den meisten Menschen noch nicht erprobt genug, sie sind ihnen zu abstrakt, oder sie versuchen sie mit ihren religiösen Anschauungen zu kombinieren, was oft eine enorme intellektuelle Belastung darstellt, die manche Menschen einfach nicht bereit sind aufzubringen.

Deshalb muss ich mich immer beherrschen wenn ich von Leuten höre, die behaupten zu Odin oder ähnlichem zurückgefunden zu haben. Alles Jecken.

Das befriedigende an der Sache ist, dass man viel besser über sein Weltbild reflektieren kann, wenn man sich dieser Kräfte bewusst ist.